Der 62jährige Jegatheeswaran Arunachalam, ein australischer Tamile, der im Mai 2009 in seinem Heimatland über mehrere Leichen fliehen musste, und Frau Thevahi Kumar aus der Schweiz und Vinoth aus Frankreich fordern mit ihrem Marsch von Genf nach Brüssel von der Ländergemeinschaft politisches Recht gegen den andauernden Völkermord an den Tamilen in deren traditionellen Heimat Tamil Eelam.
Die tamilisch sprechenden Menschen auf der Insel Sri Lanka (Ceylon), bekannt als Eelam-Tamilen, die für ihre Unabhängigkeit zuerst 30 Jahre lang mit friedlichen Mitteln kämpften und anschliessend weitere 30 Jahre mittels bewaffnetem Kampf, wurden vom srilankischen Staat brutal unterworfen.
Apartheid ist Staatspolitik und als Strategie bedient sich der Staat des Staatsterrors, um die Tamilen militärisch zu unterwerfen. Die militärische Unterwerfung erfolgte mit direkter und indirekter Beihilfe der Weltmächte und der srilankische Staat demonstierte der Welt auf unmenschliche Art, dass in der neuen Weltordnung Völkermord, versehen mit der Etikette ‚Krieg gegen Terrorismus’, möglich ist.
Die tamilische Nation, der die Souveränität von den Kolonialherren entzogen und eine gerechte politische Ordnung verweigert worden war, als die britischen Kolonialherren die Insel verliessen, wurde den singhalesischen Herrschern übergeben, welche demokratische Apartheid als Staatspolitik ausübten.
Die von der Mythologie des Mahavansa getriebenen singhalesischen buddhistischen Extremisten weigerten sich, die Macht zu teilen und entschieden sich für Völkermord an den Tamilen, die gezwungen wurden sich zu verteidigen und den bewaffneten Kampf aufzunehmen.
Das tamilische Volk erteilte bei den Wahlen 1977 das demokratische Mandat für die Unabhängigkeit ihres Landes Tamil Eelam, indem es die Vaddukoddai-Resolution von 1976 an der Urne bestätigte. Der srilankische Staat erklärte am 18. Mai 2009, dass er den Krieg gegen die Tamilen "gewonnen" hat und dass damit das Mandat von Vaddukkoaddai in Nanthikkadal, dem Schauplatz der letzten Schlacht von 2009, sein Ende gefunden habe. Seit dem 10. Mai 2009 haben die Tamilen der Diaspora ihre Angelegenheiten in die eigenen Hände genommen, indem sie das demokratische Mandat von 1976 erneut aufnahmen und politische Gerechtigkeit gegen die Apartheid und gegen den an den Eelam-Tamilen durchgeführten Völkermord forderten.
Die Weltmächte, die dem srilankischen Staat direkt oder indirekt unterstützt hatten, fordern jetzt Ermittlungen der Kriegsverbrechen, wollen eine ‚gewisse Rechenschaftspflicht’, ignorieren jedoch die politische Gerechtigkeit, ohne welche eine ‚Versöhnung’ oder ‚Entwicklung’ unmöglich sind.
Der srilankische Staat hat jede internationale Ermittlung abgelehnt. Die Tamilen, als einem der schlimmsten systematischen und raffinierten Völkermorde der Neuzeit unterzogenes Volk, wollen politische Gerechtigkeit und fordern die zivilisierte Welt auf, die Krise als eine zivilisatorische Frage zu sehen.
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